Nils erklärt: Kinderarmut gibt es auch bei uns

Wenn in den Nachrichten über Armut berichtet wird, dann geht es oft um Afrika oder Lateinamerika. Doch es stimmt – bei uns gibt es ebenfalls Armut, und die trifft auch Kinder. Deren Eltern haben meist keinen Job. Sie bekommen Unterstützung vom Staat. Hartz IV heißt das Programm. Mit dem Geld, das sie bekommen, können sie Miete, Essen und Kleidung bezahlen. Armut in Deutschland heißt also nicht gleich, das Kinder hungern müssen, allerdings können ihre Familien es sich oft nicht leisten, gesundes Essen zu kaufen oder eine neue warme Winterjacke. Oder das Geld reicht nicht, um Nachhilfe für die Schule zu bezahlen, von Klavierunterricht ganz zu schweigen. Es gibt Eltern, die können ihre Kinder nicht bei einem Sportverein anmelden – Mitgliedsbeitrag und Ausrüstung sind für sie zu teuer. In solchen Fällen kann der Pakt für Pirmasens aber manchmal helfen.

Sport-Magazin: Nils berichtet: „Ich gehe zum Tanzen“

Der Tanz-Club Rot-Weiß Kaiserslautern veranstaltet am Samstag sein zweites Herbstturnier. Es ist aber nicht nur ein Turnier, das da stattfindet, da werden gleich eine ganze Menge Wettbewerbe getanzt. Jede Altersklasse hat nämlich ihr eigenes Turnier, und dann wird natürlich noch unterschieden in die Standard- und die Lateinturniere. Beim Standard fällt mir spontan der Wiener Walzer ein und beim Latein der flotte Jive. Die Turniertanzpaare zeigen aber alle mehr als nur den einen Tanz. Es finden auch immer zwei Wettbewerbe gleichzeitig nebeneinander statt, das heißt dann Zweiflächenturnier. Auf den beiden Flächen laufen dann entweder zwei Standardturniere oder zwei Lateiner. Anders geht das nicht, die Musik muss ja schon passen. Ich habe mal einen schnellen Blick auf die Meldelisten geworfen und gesehen, dass die Paare nicht nur aus Rheinland-Pfalz kommen. Nein, die kommen auch aus dem Saarland, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und aus Nordrhein-Westfalen. Da ist dann echte Konkurrenz auf dem Parkett. Besonders schön fand ich zu sehen, dass alle Altersklassen dabei sind und dass ganz viele Tänzer bei den Kinder- und Juniorenturnieren starten. Das Herbstturnier findet in der großen Sporthalle der Geschwister-Scholl-Schule in Kaiserslautern, Schreberstraße 37, statt und geht um 10 Uhr mit den Standardturnieren los. Ab 14 Uhr starten die Lateintänzer, gegen 17 Uhr ist das letzte Lateinturnier des Tages angesetzt. Der Eintritt ist frei. Am Sonntag findet in der gleichen Halle noch ein Breitensportturnier (vormittags) und am Nachmittag ein Disco-Fox-Spaßturnier statt.

Nach der schmerzhaften Niederlage am Mittwoch in Trier bleibt dem Fußball-Oberligisten SV Morlautern nicht viel Zeit, um die Wunden zu lecken. Das Team von Trainer Karl-Heinz Halter ist bereits heute wieder (14.30 Uhr) in der Heimpartie gegen den Tabellensechsten Hertha Wiesbach gefordert. Halter sieht seine mit 17 Punkten weiterhin auf Platz elf stehende Mannschaft nach der neunten Niederlage unter Druck. „Wir müssen gewinnen“, sagt der Coach und baut dabei auf die Heimstärke der Seinen. Dabei kann er auf den Mittelfeldspieler Marcell Öhler zählen, der gegen Trier wieder mit von der Partie war.

Nils erklärt: Die Kraniche sind unterwegs in den Süden

Den Winter verbringen Kraniche in Südfrankreich oder in Spanien. Dort ist es nicht so kalt wie in den Ländern im Norden und Nordosten Europas, wo sie im Sommer leben und ihre Jungen aufziehen. Immer im Herbst machen sich die Vögel auf den Weg in den Süden. Gruh, gruh, grüh, grüh-Rufe sind dann zu hören. So ein Kranich kann bis zu 1,30 Meter groß werden, seine Flügelspannweite kann bis zu 2,45 Meter betragen. Sie sind die größten Vögel, die in Deutschland leben. Rund 200.000 Kraniche fliegen im Herbst über Deutschland hinweg.

Nils berichtet: Bunte Bilder im bunten Museum

Wenn ihr zwischen vier und sechs Jahre alt seid, könnt ihr am Dienstag selbst zu kleinen Klecksstrolchen werden. Von 16 bis 17 Uhr gibt es dann wieder den Mitmachkurs für Kinder im Wilhelm-Hack-Museum. Damit ihr tolle Ideen bekommt, was ihr alles malen könnt, dürft ihr euch vorher im Museum umschauen. Dort hängen Bilder von bekannten Künstlern. Falls ihr am Dienstag keine Zeit habt, aber trotzdem gerne mitklecksen würdet, ist das kein Problem. Am 14., 21. und 28. November und auch am 5. Dezember treffen sich die „Klecksstrolche“ wieder. Mitzumachen kostet 25 Euro. Übrigens: Auch wenn ihr noch nie im Hack-Museum gewesen seid, ist es nicht zu übersehen. Es steht in der Berliner Straße und ist an einer kunterbunten Außenwand zu erkennen.

Um beim Kurs am Dienstag dabei zu sein, müssen euch eure Eltern anmelden. Das geht entweder per E-Mail an hackmuseum@ludwigshafen.de oder telefonisch unter 0621/504-3045.

Nils fragt: Wer hat denn das Riesenrad erfunden?

Am kommenden Wochenende habt ihr die Möglichkeit, bei einer Fahrt im Riesenrad unsere Stadt aus der Vogelperspektive zu bewundern. Ihr werdet staunen, sie erscheint euch von oben bestimmt ganz anders. Die Idee, ein solch überdimensionales Rad zu bauen, hatte ein junger Amerikaner. Der hieß George Ferris und war eigentlich Brückenbauer. Für die Weltausstellung in Chicago im Jahr 1893 wollte er etwas Außergewöhnliches und Neues konstruieren. Sein Riesenrad sollte genauso eine Attraktion werden wie zuvor der Eiffelturm in Paris. Die Erfindung war tatsächlich ein Riesenerfolg, die Besucher waren begeistert. Als die Weltausstellung aber beendet war, interessierte sich niemand mehr dafür. Keiner wollte ihm sein Riesenrad abkaufen. Ferris starb sehr arm, ohne zu ahnen, dass seine Erfindung noch einen Siegeszug um die ganze Welt antreten sollte und heute in vielen Städten und auf vielen Jahrmärkten zu finden ist. Ein bisschen Ruhm aber ist ihm geblieben. Im amerikanischen Englisch heißt das Riesenrad bis heute „Ferris Wheel“, benannt nach dem Erfinder.

Nils fragt: Was ist ein Dienstwagen?

Für eine Firma kann es sehr wichtig sein, ihre Kunden regelmäßig zu besuchen, um nach deren Zufriedenheit zu fragen und neue Aufträge zu bekommen. Dem Mitarbeiter, der zu den Kunden fährt, stellt sie dafür häufig einen Dienstwagen zur Verfügung, den meist kein anderer aus der Firma nutzt.

Oft darf der Mitarbeiter den Dienstwagen sogar für seine privaten Fahrten nehmen, also beispielsweise für Fahrten mit seinen Kindern, zum Einkaufen oder in den Urlaub. Das hat den Vorteil, dass sich der Mitarbeiter den Kauf eines eigenen Autos vielleicht ganz sparen kann.

Die Bereitstellung eines Dienstwagens für die private Nutzung ist deshalb so, als würde die Firma dem Mitarbeiter mehr Geld für seine Arbeit bezahlen. Für diesen sogenannten geldwerten Vorteil muss der Mitarbeiter deshalb auch Steuern zahlen. Ein anderer Begriff für Dienstwagen ist Dienst- oder Firmenauto.

Nils fragt: Was für ein Land ist Aserbaidschan?

Aserbaidschan ist ein Staat in Asien. Es liegt am Kaspischen Meer und ist ein bisschen größer als Österreich. Die Hauptstadt heißt Baku, dort regiert Präsident Ilham Alijew.

In dem Land haben strenge Menschen das Sagen. Man sagt dazu, es hat eine autoritäre Regierung. Knapp zehn Millionen Menschen leben dort, die meisten sind Muslime. Arm ist das Land nicht. Denn es gibt dort viel Öl und Gas. In Konflikt ist das Land mit Armenien wegen der Region Berg-Karabach.

Nach Angaben der Datenbank „Länderdaten“ sind 2016 insgesamt 5855 Menschen aus Aserbaidschan geflohen und haben einen Asylantrag in anderen Ländern gestellt. Nach Deutschland flohen 4573 Menschen aus Aserbaidschan. Nur rund 14 Prozent der Neuanträge wurden angenommen. Über die Abschiebung entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Wer nicht politisch verfolgt wird, muss meistens zurück. Auch wenn sich Asylbewerber integrieren und rasch Deutsch lernen, beeinflusst das den Ausgang des Asylverfahrens nicht.

Nils erklärt: Warum es „fünf Jahreszeiten“ gibt

Noch gut eine Woche, dann wird die neue Fasnachtskampagne eingeläutet. Am 11. November ist es wieder soweit. Pünktlich um 11.11 Uhr dürfen alle Narren sich in den fröhlichen Trubel stürzen. Die Kampagne geht ja traditionell vom 11. November bis zum Aschermittwoch, der 2018 am 14. Februar sein wird. Bestimmt habt ihr auch schon gehört, dass dieser Zeitraum, in dem viele Fasnachtsvereine zu Prunksitzungen und Festen einladen, auch „fünfte Jahreszeit“ genannt wird. Das ist insofern Quatsch, weil ja mit Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter schon das ganze Jahr abgedeckt ist. Da aber Fasnacht für viele Menschen sehr, sehr wichtig ist und die Prunksitzungen und Umzüge von ganz vielen Feierfreudigen besucht werden, ist die Fasnacht schon ein sehr bedeutender Abschnitt im Jahr. Und deshalb hat sich umgangssprachlich der Begriff „fünfte Jahreszeit“ etabliert. Den Begriff könnt ihr übrigens für viele Zeiträume verwenden, die etwas Besonderes sind. Manche sprechen auch von der Kerwe als „fünfter Jahreszeit“ im Ort.

Nils erklärt: Halloween

Jeder weiß, dass Halloween etwas mit Geistern und gruseliger Verkleidung zu tun hat. Aber wisst Ihr auch, was es mit dem Fest auf sich hat? Die Bezeichnung „Halloween” stammt aus dem Englischen. Es ist die Nacht vor dem Feiertag Allerheiligen. Das heißt auf Englisch: „All Hallows Eve”. Daraus wurde Halloween.

Schon vor vielen Hundert Jahren wurde in der Nacht auf den 1. November in Großbritannien gefeiert. Es wurde der bevorstehende Winter begrüßt. Die Menschen damals glaubten fest daran, dass in dieser Nacht die Seelen der Verstorbenen zurück auf die Erde kommen und in die Häuser zurückkehren.

Um ihnen den Weg zu zeigen, wurden am Wegesrand große Feuer entfacht. Doch viele hatten Angst vor den heimatlosen, verirrten Geistern und Seelen. Sie glaubten, diese würden in der Nacht herumspuken und friedliche Menschen erschrecken. Deshalb verkleideten sich die Menschen als Hexen, Skelette oder Vampire. Viele stellten auch beleuchtete Kürbisse auf, um böse Geister zu vertreiben.

Gruselspaß für Kinder gibt es am 31. Oktober in Waldsee, da ist nämlich Halloween for Kids. Da dürfen von 16 bis 18 Uhr Kinder in die gruselig geschmückte Sommerfesthalle, bevor die Erwachsenen abends feiern. Eine Halloween-Party unter dem Motto „Spuk im Wald“ veranstaltet am Dienstag auch der Karnevalverein Dudenhofen mit den Asparagus-Hexen. Beginn an der Grillhütte ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.